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Zieges neuester

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Spitzenreiter! Spitzenreiter!

Hallo zusammen,

seit meinem letztem Eintrag hat sich beruflich nur unwesentlich etwas verändert. Was nicht bedeutet, dass der Alltag nicht spannend ist. Ganz im Gegenteil.

Wir arbeiten im Team in Zwickau weiterhin daran, dass unser Projekt Nachwuchszentrum endlich starten kann. Allerdings geht dies – wie so vieles im Leben – nur in kleinen Schritte vorwärts. Uns überrascht das aber natürlich nicht, denn es geht schließlich um eine insgesamt nachhaltige Sache und alle Eventualitäten müssen eingeplant sein. Sicherlich kann man nicht alles im Voraus absehen, doch wir wollen natürlich das Restrisiko, dass etwas schiefgehen könnte, so gering wie möglich halten.

Die wirklich gute Nachricht daran ist, dass wir völlig im Zeitplan sind und bis zum Sommer und dem eigentlichen Beginn ist noch etwas Zeit. Es ist sehr arbeitsintensiv, denn es gibt noch viele Dinge zu klären und man darf halt eben auch nichts vergessen. Wir suchen noch immer Partner die unser Projekt unterstützen, Sponsoren die uns finanziell helfen das Projekt erfolgreich zu stemmen und natürlich müssen auch die Personalien noch geklärt werden.

Mein Sportstudium läuft auch nach Plan aber ist echt zeitintensiv. Aber eines habe ich schon jetzt bemerkt: es wird mir schon sehr helfen bei meiner Aufgabe in Zwickau. Von daher heißt es einfach Zähne zusammenbeissen und sich auf den Hosenboden setzen, damit ich wirklich nix verpasse. Ich habe jetzt schon 4 Klausuren hinter mir und alle bisher mit Bravour gemeistert. Vor den ersten Prüfungen ist mir natürlich schon ein wenig mulmig, das dürfte jeder von euch kennen – aber Bangemachen gilt natürlich nicht. Ich werd auch das packen. Kämpfen uns Siegen.…

Apropos Kämpfen und Siegen: Sportlich läuft es bei uns in Zwickau wirklich bestens – wir haben bisher genau das erreicht, was wir uns vorgestellt haben. Natürlich gibts immer wieder mal kleine Rückschläge, aber damit kann ich natürlich sehr gut umgehen – bin ja doch schon ein paar Jahre im Fußballzirkus dabei. Auch wenn der Abstand zu den Konkurrenten bereits jetzt beachtlich ist, werden aber bis zum Ende keinen Deut nachlassen.

Dass das durchaus Erfolg hat, haben wir am 29.02.12 im Sachsenpokal bewiesen. Dort trafen wir auf RB Leipzig, die ja sehr namhafte Fußballer in ihren Reihen haben. Das war schon – bei allem Respekt vor unseren Ligakontrahenten – eine andere Hausnummer als die Gegner in der bisherigen Saison. Mal kein Gegner mit Oberliganiveau, sondern Aufstiegsaspirant für die 3. Liga. Und Leute was soll ich euch sagen? Wir haben sie dennoch gepackt. Zwar erst kurz vor Schluss, aber das sind doch zumeist die schönsten Siege. Kompliment an unsere Jungs in der Truppe. Das tat schon richtig gut. Jetzt hoffe ich / wir, dass es endlich regulär weitergeht mit unseren Pflichtspielen, denn nach einer gelungenen Vorbereitung hat auch uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Damit hat ja leider auch unser FCC zu kämpfen. Ich verfolge das Geschehen dort von Tag zu Tag noch immer akribisch und es tut schon weh zu sehen wie dramatisch es um den Club aussieht. Durch die beachtliche Erfolgsserie von sechs Spielen ohne Niederlage ist aber natürlich die berechtigte Hoffnung zurück, dass das Ruder noch herum gerissen werden kann und Petrik Sander auch im kommenden Jahr einen Drittligaklub trainieren wird. Die Hoffnung stirbt zuletzt, oder – wie es auf der neuen Zaunfahne in der Südkurve steht – FC Carl Zeiss Jena is not dead.

Der Trainer und die Vereinsverantwortlichen haben das schon lang verinnerlicht … die Mannschaft hat wohl länger gebraucht als man erwarten konnte. Aber sie zeigen, dass sie wollen … kratzen, kämpfen, beißen … und sie spielen ja auch mittlerweile richtig attraktiven Fußball. Also Leute, aufgegeben wird erst, wenn rechnerisch nichts mehr geht.

Ich drück aus der Ferne die Daumen, das es vielleicht doch noch gelingt die Klasse zu halten, hab nämlich überhaupt keine Lust in der nächsten Saison mir ein Duell mit dem unserem Club zu leisten.

Bis bald

Euer Ziege…

Zieges neuester

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Zeiten ändern dich

Lang, lang ist es her seitdem ihr von mir gehört habt. Und nicht nur euer Leben hat sich seitdem sehr verändert. Mein neuer Lebensmittelpunkt – zumindest im beruflichen Sinne – ist nicht mehr der FC Carl Zeiss Jena, sondern der ambitionierte Oberligist FSV Zwickau, bei dem ich ja vor Jahren schonmal im Kader stand. Doch wie kam es zu diesem Wechsel? … Nunja, ich habe lange darüber nachgedacht was mir wichtig ist, wo für mich die Prioritäten liegen sollen. Ich habe lange mit dem alten und neuen FCC-Präsident Rainer Zipfel gesprochen. Es waren wirklich gute Gespräche, bei denen wir am Ende beide zu der Ansicht kamen, dass es besser sei, wenn die Wege sich nach langen Jahren trennen. Eine Möglichkeit neue Erfahrungen zu machen und einer Mannschaft wieder sportlich helfen zu können. Auch finanziell war diese Entscheidung eine Entlastung für den FCC, der ja nun schon geraume Zeit ziemlich knapp bei Kasse ist. Dass der FSV Zwickau mir eine neue Perspektive eröffnete, war für mich ein Glücksgriff – auch für die Zeit außerhalb des aktiven Fussballsports. Ich konnte einem Verein dabei helfen, neue Visionen zu entwickeln und eine Mannschaft aufzubauen. Mein oberstes Ziel: Ich soll Unterstützung beim Aufbau eines Nachwuchsleistungszentrums geben. Eine echte Herausforderung und auch für mich eben etwas total neues.  Ein Netzwerk zwischen Schulen und dem Verein zu schaffen, die Trainingsarbeit aktiv zu verbessern und zahlreiche andere Dinge gehören nun zu meinen tagtäglichen Aufgaben. Ja, es soll auch infrastrukturell etwas passieren. Neue Trainingsplätze sollen entstehen, wohl sogar ein ganz neues Stadion. Weiterhin habe ich für die nächsten zwei Jahre die Möglichkeit, sportlich eine Stütze für die noch junge Mannschaft des FSV zu sein. Was danach kommt, muss man abwarten. Aber ich könnte mir gut vorstellen unter der Leitung von Roland Prause, den ich schon lange kenne, Leiter des Nachwuchssports zu sein. Mit ihm eine neue Philosophie für den Nachwuchsbereich zu entwickeln und diese dann mit jungen und hungrigen Talenten umzusetzen; jeden einzelnen Spieler bestmöglich weiter zu entwickeln, um eine gute Basis für eine Fussballkarriere zu entwickeln. Derzeit erwarten mich hauptsächlich administrative Aufgaben – die Suche nach Sponsoren und Unterstützern läuft auf Hochtouren. Hauptsponsor des neuen Nachwuchsleistungszentrums soll VW werden – hier laufen seit mehreren Monaten bereits konstruktive Gespräche. Manchmal gar nicht so einfach, wenn man auf jedes kleine Detail achten muss. Und ein nicht zu unterschätzender Aufwand bis man allen Gremien eines Unternehmens die Gedanken überzeugend nahegebracht hat. Es kostet viel Zeit.

Doch bis das alles richtig anläuft kann ich mich großteils noch auf den aktiven Fussballsport konzentrieren, aber bald soll die Post abgehen. Nun nutze ich auch die Chance mich beruflich weiterzuentwickeln und habe ein Studium zum Sportfachwirt für die nächsten 1,5 Jahre begonnen. Ganz schön anstrengend kann ich euch sagen: VWL, BWL und Vereinsmanagement … das muss man erstmal alles unter einen Hut bringen. Doch ich will nicht meckern. Ich habe meine Ziele. Ich kann weiterhin Fussball spielen (und das derzeit sehr erfolgreich mit dem FSV) und kann Ideengeber und Unterstützer für eine künftig hoffentlich erfolgreiche Jugendarbeit sein. Das ist doch was. Und meinem beruflichen Ziel – einer Tätigkeit im Sportmanagement – komme ich mit diesen vielen neuen Erfahrungen und Eindrücken auch ein großes Stück näher.

Ich halte euch auf dem Laufenden!

Euer Ziege

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Eine schwere Zeit für den FCC

Manchmal hofft man auf weite Sprünge, obwohl man sich gewiss ist, dass es wohl mehr Zeit für kleine Schritte ist. So war es auch für uns Spieler. Und natürlich für euch. Wir alle wussten, dass die Saison sehr schwer wird, überrascht seid ihr mit Sicherheit genauso wie wir, dass der Saisonstart so unerwartet schlecht lief. Unser Ziel war es, zu vermeiden, von Anfang an unten im Keller rumzudümpeln. Dieses Ziel, das müssen wir uns eingestehen, haben wir verfehlt.

Dazu kam dann noch der schnelle Trainerwechsel von Jürgen Raab hin zu Wolfgang Frank, der mit Sicherheit nicht unbedingt förderlich für das Selbstvertrauen der Mannschaft war – aber auch wir kennen das Geschäft gut genug um zu wissen, dass dies eben mit dazu gehört.

Soweit. So schlecht.

Optimismus sollte aber dennoch herrschen. Bei uns. Bei Euch.

Optimismus gibt mir – trotz der furchterregenden Serie von sieglosen Spielen – die Tatsache, dass wir zum heutigen Tag nur zwei Punkte Rückstand auf das “rettende Ufer” haben. Zwei Punkte auf den Platz, der für uns das Minimalziel sein muss. Den wir uns genauso schnell herbei wünschen wir ihr. Ich glaube fest daran, dass wir noch eine positive Serie hinlegen, die uns dieses Ziel erreichen lässt.

Das Derby in Erf*** ging zwar verloren, dennoch haben wir gerade dort gezeigt, dass wir eine Mannschaft sind, die versucht, das Beste als Team zu geben. An diesem Tage hat es aber für einen Erfolg nicht gereicht. Als wir nach dem Abpfiff mit hängenden Köpfen Richtung Fankurve gelaufen sind, hatten wir vor allem mit einem gerechnet: Pfiffen. Umso mehr überraschte es uns, dass wir von euch Applaus bekamen. Ihr habt gespürt, dass wir an diesem Tag alles gegeben haben. Das war sehr wichtig für uns. Ihr könnt mir glauben, dass dies nicht nur bei mir für Gänsehaut gesorgt hat.

Diese Scharte können wir nun am 16.11.2010 im Paradies wieder auswetzen. Pokalspiel. Derby. Unser Ziel: Euch den Glauben an uns zurück geben, nachdem ihr in den letzten Wochen, genau wie wir, zumeist mit trauriger Miene aus dem Stadion geschlichen seid. Wir wollen es euch beweisen und euch wieder auf unsere Seite ziehen, denn ob große Sprünge oder kleine Schritte – es geht nur gemeinsam.

Jedem sollte bewusst sein, um was es in unserem Verein geht – einzig und allein um den Klassenerhalt. Das schaffen wir, denn wir haben etwas, was viele Vereine nicht haben – ein großes Fanpotential, welches uns in den entscheidenden Phasen unterstützt und auch Auswärtsspiele wieder zu Heimspielen machen wird.

Am schönsten wäre es natürlich, wenn gleich morgen gegen Babelsberg der Bock umgestoßen wird. Dafür reisen wir heute Nachmittag sogar in ein Hotel. Eine besondere Maßnahme, aber wir sind ja auch in einer besonderen Situation. Einzelgespräche und Videoanalyse stehen an – alles, um die Wahrscheinlichkeit Babelsberg schlagen zu können, zu erhöhen.

Mit Wolfgang Frank zog auch ein neues Zeitalter ins Paradies ein. Zahlreiche Übungen im taktischen Bereich in Theorie und Praxis stehen täglich an; die ausführliche Spielanalyse hilft uns, Fehler nicht zu wiederholen und gute Dinge zu konservieren.

Mich persönlich bedrückt die sportliche Situation im Verein sehr – ihr wisst, wie sehr mir unser FCC am blau-gelb-weißen Herzen liegt. Es ist das dritte Mal in den letzten vier Jahren, dass wir “unten drin hängen”. Was ich in dem Moment in der Mannschaft übernehmen kann ist, dass ich meine positive, mentale Stärke – für euch auch oftmals gar nicht sichtbar – in die Mannschaft einbringen kann. Viele sehen immer nur den Ziege auf dem Platz, den Motzki. Aber das gehört genauso zu mir wie die Fähigkeit, die Mannschaft mit Aktionen und Gesten sprichwörtlich “pushen” zu können.

Von mir selbst habe ich auch eine andere Leistung erwartet, weil ich zu mehr in der Lage bin. Ich bitte euch, auch im Namen der gesamten Mannschaft, um eure Unterstützung, weil wir eben nur dann die Leistung bringen können, die wir uns als Ziel setzen, um erfolgreich zu werden. Das Mentale spielt eine entscheidende Rolle, mehr, als sch die meisten vorstellen können. Alle Fans sollen sich gewiss sein, dass wir unter unserem Cheftrainer extrem hart arbeiten, um aus dieser – verzeiht mir den Ausdruck – beschissenen Situation wieder heraus zu kommen. Wir brauchen euch dafür mehr denn je.

Ich glaube fest daran, dass wir euch mit guten Leistungen im Laufe der Saison für eure zahlreiche Unterstützung danken werden, euch die Hoffnung, mit der ihr uns durch jedes Spiel tragt, zurück geben können. Am besten natürlich schon morgen gegen Babelsberg.

Gemeinsam schaffen wir die Wende. Ich glaube an uns und bitte euch darum, auch Vertrauen ins uns zu haben.

Euer Ziege